Ehrenvorsitzender Peter Ullrich

 

 

Geboren als Peter Ullrich anno 1916 zu Düsseldorf am Rhein, war er seit unendlich vielen Jahren im Gladbacher Karneval das "Urgestein". Homorig-liebevoll

"Seepe Schnäuz" genannt, war er uns allen wohlbekannt. In der nachfolgenden Geschichte wird ein wenig erzählt, wie er gelebt und weshalb er zum "Ehrenvorsitzenden" gewählt!


Doch wichtig ist es noch zu nennen, woran konnte man ihn im Karneval erkennen? Am dicken Schnäuz und schick im Biedermeier-Zwirn, Zylinder auf und-ganz viel Hirn! Und immer gern'e lecker Bützke, für Mädches mit und ohne Mützke.

Legende:

 

Geboren am 18. Dez. 1916 in Düsseldorf

Umzug nach München Gladbach 1927

Erste Sitzung in München Gladbach 1936, KG Stadtmitte

1948 Geschäftsgründung Seifen Ullrich an der Waldhausener Straße

(Ursprung des Spitznamens "Seepe Schnäuz")

1954 Gründung der Gesellschaft zur Pflege des Brauchtums Altweiberkarneval.

 

 

Zum letztgenannten muss unbedingt eine kleine aber wichtige Anekdote erzählt werden: Geld war - wie es auch heute noch immer oder wieder in der Stadt ist -keins da. Peter Ullrich, allzeit pfiffig, machte sich auf zu unseren Besatzungs-freunden im Hardter HQ. Dort teilte er einem hohen Offizier seinen Herzenswunsch mit, und zwar den Bau einer Tribüne zwecks Möhnen-Prämiierung an Altweiber-fastnacht. Der verwies Peter an die englischen Pioniere, die diese unentgeltlich und mit großer Begeisterung an der Waldhauser Straße am Grünewald bauten. Der Erfolg war grandios: Zum Debüt 1955 kamen elftausend Menschen zur Möhnen-Sitzung. Peter Ullrich hatte mit dieser einzigartigen Initiative den Altweiberkarneval aus den Lokalen wieder auf die Straße geholt.

 

Peter Ullrich blickte auf ein langes Leben und viele, viele Sessionen zurück. Er wurde mit unzähligen Orden und hohen Auszeichnungen (nicht nur für den Karneval) bis hin zum Bundesverdienstkreuz ausgezeichnt. Und unser unermüdlicher Heimat- und Brauchtumspfleger Peter Ullrich hatte wieder eine brillante Idee: Die ganzen schillernden Orden und Ehrenabzeichen (und nicht nur seine) den Menschen in und außerhalb der Stadt zugänglich zu machen.

 

Eine Vision war geboren und wurde mit der Eröffnung des Alten Zeughauses am

1. Juli 1978 Realität. Dazu MKV-Präsident Bernd Gothe: "Für die ganze Stadt

eine wichtige Einrichtung." Heute dient das alte Zeughaus nicht nur als Karnevalsmuseum, sondern ist Mittelpunkt zahlreicher Aktivitäten.

 

Am 12. Oktober 2013 verstarb unser Ehrenvorsitzender Peter Ullrich im

Alter von fast 97 Jahren. Die Mitglieder des E. V. "Altes Zeughaus"

betrauern mit den Angehörigen den Tod des karnevalistichen Urgesteins.

Mit Peter Ullrich hat uns ein Liebenswerter, für Brauchtum und Karneval

stets begeisterter Mensch für immer verlassen.

 

 

  

 

Ehrenvorsitzender Rolf Terhaag

Rolf Terhaag wurde am 25.02.1939 geboren.

 

Neben seinem Beruf als selbstständiger Heizungs- und Sanitärinstallateur war er viele Jahre seines Lebens sowohl politisch als auch im heimischen Winter-brauchtum tätig. Insbesondere bekleidete er in der GGK und dem E. V. Altes Zeughaus verschiedene Vorstandsämter.

 

Rolf Terhaag war einer der 7 Gründungsmitglieder des E. V. Altes Zeughaus im Dezember 1974 und übernahm das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Die Gründungsmitglieder hatten die Vision, die Zeugnisse des heimischen Winterbrauchtums in einem Karnevalsmuseum der Nachwelt zu erhalten. Um ihre Absicht zu verwirklichen, erschien ihnen das Gebäude Weiherstraße – eine Bauruine – geeignet. Sie erwarben es und begannen mit großem Engagement mit der Renovierung und dem Ausbau des Gebäudes. Durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren und der kostenlosen Mitwirkung einiger Handwerker konnte bereits im Mai 1977 Richtfest gefeiert und 1978 das Alte Zeughaus eröffnet werden.

 

Als der damalige Vorsitzende Peter Ullrich 1986 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben musste, wurde Rolf Terhaag als sein Nachfolger gewählt.

 

In seine Zeit als 1. Vorsitzender fiel der Entschluss, das zwischenzeitlich zu klein gewordene Karnevalsmuseum zu erweitern. Letztlich wurde nach Abwägung verschiedener anderer Möglichkeiten das Nachbargebäude Weiherstraße 4 – 6 angekauft. Dieses Gebäude, ebenfalls eine Bauruine, musste komplett entkernt und saniert werden. Trotz des persönlichen Kraftakts der Zeughausmitglieder und der Unterstützung zahlreicher Sponsoren dauerte es 10 Jahre bis zur Fertigstellung des Gebäudes und der Anbindung an das bereits vorhandene Nachbarhaus.

 

Rolf Terhaag brachte nicht nur hierbei seine handwerklichen Fähigkeiten ein. Mit großer Hingabe widmete er sich auch nach Fertigstellung des Karnevalsmuseums bis zuletzt der Pflege des Hauses und den Räumlichkeiten.

 

Als er am 27.03.2013 überraschend verstarb, hinterließ er im Verein Altes Zeughaus, dem er mehr als 26 Jahre als 1. Vorsitzender vorstand, eine große Lücke.

 

Als Dank für seinen unermüdlichen Einsatz um das Alte Zeughaus wurde Rolf Terhaag, gem. Beschluss der Mitgliederversammlung vom 02.05.2015, posthum zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

Bereits zu seinen Lebzeiten erhielt er folgende besondere Auszeichnungen:

1986     Goldene Ehrennadel der Stadt Mönchengladbach für seine

             ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedenen Vereinen

2006     Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland für seine

             besonderen Verdienste

2010     Goldenes Schöffensiegel der Stadt Mönchengladbach für sein

              politisches Engagement

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