E.V. Altes Zeughaus Mönchengladbach
Der Richtspruch, von unserem Architekten und Hauspoeten
Mit Gunst und Verlaub
Das Alte Zeughaus, teilerstellt
Mit vieler Mühe und wenig Geld
Und in des Hauses Holzgebünd
Schwebt bunt der Richtkranz im Maienwind.
Vor Jahren fing das Planen an
Mit vielen und mit jedermann,
Es wurde hin und her beraten,
Ein weiter Weg wars bis zu Taten;
Dann kam es plötzlich in den Sinn,
Hier muß ein Altes Zeughaus hin.
Es wurde vermessen, gezeichnet, geplant,
Der Idee der rechte Weg gebahnt;
Doch keinem war wohl richtig klar,
Wo das notwendige Geld zu bekommen war.
Man setzte sich daher erneut zum Schwätzen,
Beschloss, die eigene Kraft einzusetzen,
Tat Wege und Bitten der Baustoffe wegen,
Erhoffte so manch einen Spendensegen;
Die Mühe, sie lohnte, man war ganz von Sinnen
Und konnte das große Werk beginnen.
Es wurde gebrasselt, entschuttet, gehetzt,
So manchen Stein aufeinandergesetzt.
Die Handwerker kamen, die Handwerker gingen,
Was man begann, es scheint zu gelingen,
Und was wir heut` alles vor uns sehen
Ist so recht geschaffen, ein Fest zu begehen
Bevor wir
jedoch mit dem Feiern beginnen,
Ist es heilige Pflicht, und darauf zu besinnen
Zu danken all denen, die geben und gaben
Und uns bisher geholfen haben.
Ob Firmen, ob Amt, ob Bürger, ob Kassen,
Man kann sie
garnicht alle erfassen,
Denn wären sie nicht, so glaubet mir,
Ständ heute kein Altes Zeughaus hier.
Und nicht
zuletzt sei der gepriesen,
Auf den wir alle angewiesen,
Der aus des Himmels Höhe lenkt
Und uns die Kraft des Schaffens schenkt;
Er möge dieses Haus hier segnen
Und alle, die sich darin begegnen.
Ich ruf `euch
zu und gebet acht
Bis hierher ist die Tat vollbracht,
Und wenn wir weiter uns verdingen,
Wird auch der Rest bestimmt gelingen;
Drum woll`n wir unser Glas erheben;
Das Alte Zeughaus, es soll leben.
Spieß op !
Betrachtungen zum Zwischenrichtfest
1) Es ist
schon etwas sonderbar, 8) Es ist noch garnicht lange her,
Daß wir hier froh zusammensitzen, Daß man das Bruchstück uns
serviert,
Doch eines stimmt, und das ist klar, Wir wußten, es wird
furchtbar schwer.
Schaut man sich um und sieht die Ritzen, Doch wir haben es akzeptiert
Dann muß noch Vieles hier geschehen, Mit Mut die Sache anzugehen,
Soll hier einmal das Zeughaus stehen. Wie weit wir sind, das kann
man sehen.
2) Doch waren
wir es nicht allein, Drum woll`n wir unser Glas
erheben,
Die die`s bisher vorangetrieben, Hoch sollen die Sponsoren leben.
Es mußten auch noch and`re sein,
Die Namen sind dort aufgeschrieben.
Und wenn das Beispiel Schule macht,
Dann wird das Werk bestimmt vollbracht.
3) Doch was
nützt uns das viele Spenden, 9) Ob Schotes, Lemke, BEV,
Auch Handarbeit ist hier gefragt, Ob Vinzens und noch and`re mehr,
Und um das Werk hier zu vollenden, Sie halfen uns bei diesem
Bau,
Hat manche Firma zugesagt, Nach Statik Piehan -
Doktor Meer,
Uns tatkräftig zu assistieren, Und ohne diese
Einigkeit
Beim Einschalen und Betonieren. Wär dieses Werk noch nicht
soweit.
4) Das Alte
wurde unterfangen Drum woll`n wir unser Glas
erheben,
Damit gar nichts zusammenkracht. Hoch soll`n die
Bauhandwerker leben.
Um Festigkeit hier zu erlangen
Die neue Decke eingebracht.
Ihr können zeigt sich, seht nur her,
An dieser Decke, tonnenschwer.
5) Doch alles
die`s wär nicht gelungen, 10) Man muß die Stadt hier einmal
loben,
Noch heute säh` es traurig aus, Die sonst so träge,
kompliziert,
Hätt da die Stadt nicht mitgesungen, Das Baugeschehen nur von
oben
Zu schaffen hier ein neues Haus, Bemängelt und auch
kritisiert.
Die Fachwerkfront gut zu erhalten, Doch hier ging alles
zügig glatt,
Den Brunnenplatz neu zu gestalten. Weil man ein Herz für`s
Zeughaus hat.
6) Koczula,
Fongern und so weiter Drum woll`n wir unser Glas
erheben,
Die haben uns mit Rat und Tat, Hoch soll die
Stadtverwaltung leben.
Des öfter`n streng und auch manchmal heiter,
Geholfen hier mit ihrem Rat.
Wir dürfen sie hier ruhig nennen,
Ihr Wort kann man am Haus erkennen.
7) Und nun
zum Schluß sei hier gesagt, 11) Wir hoffen, dass es uns gelingt
Noch Vieles ist am Bau zu asten. Noch viele Handwerker zu
finden,
Gar manches Handwerk ist gefragt, Um mit know-how und auch
Instinkt,
Frisch an die Arbeit, niemals rasten, Zu zimmern hier mit
Holzgebinden.
Der Dachstuhl soll die Arbeit krönen Gemeinsam wollen wir
gestalten,
Und dieses Haus mit Holz verschönen. Der Stadt ein Kleinod zu
erhalten.
Drum woll`n wir unser Glas erheben
Hoch soll das Alte Zeughaus
leben.
20. Dezember 1998
Das Alte Zeughaus - Rückblick-Ausblick
1) Gut
zwanzig Jahre ist es her, 11) In Siebenundsiebzig am
siebten Mai
Man tat sich damals nicht so schwer, Gab es die erste Feierei.
Mit frischem Mut ans Werk zu gehen, Ein Richtfest war`s nach
altem Brauch
Und ließ das Zeughaus hier erstehen. Für diesen
Bruch-Gebäude-Schlauch.
2) Wer hätte
das von uns gedacht, Und darauf woll`n wir einen heben,
Was wir bisher daraus gemacht. Das Alte Zeughaus, es soll
leben.
Und jeder, der gezweifelt hat,
Bewundert heute uns`re Tat.
3) Doch mit
dem Bau war noch nicht Schluß, 12) So haben wir in manchen Runden
Ergab sich für uns schon, es muß Das große
Pumpenfest erfunden.
Dem Ganzen noch ein Sinn gegeben Und mit Mut und mit Elan,
Zum Fortbestand, zum Weiterleben. Ging man die Vorbereitung
an.
4) Im Jahre
Achtzig, im August Und darauf woll`n wir einen
heben,
Hat jeder Bürger es gewußt, Das Alte Zeughaus, es
soll leben.
Das Pumpenfest ist eine Wucht,
Das man mit Freuden gern besucht.
5) Mit
Schwung begann das Haus zu leben, 13) Man muß den Zeughäuslern hier sagen,
Für jeden war es das Bestreben, Daß jeder dazu
beigetragen,
Den Ruf, den wir uns nun erstritten, Das Haus mit Freuden zu
gestalten
Zu wahren, in des Zentrums Mitten. Und in Erinnerung zu
halten.
6) So kamen
dann in Zeitabständen, Nik Ebert zeigte seine Bilder,
Gestützt von den Berufsverbänden, Exlibris dann und and`re
Schilder,
Die Bäcker und die Schlosser ran Die Frauen zeigten hier in
Gruppen
Und zeigten, was man machen kann. Keramik, Batik und auch
Puppen.
Und darauf
woll`n wir einen heben,
14) Die Zeit verging und man beriet,
Das Alte Zeughaus, es soll leben. Der Vorstand tagte und
entschied,
Das Zehnjährige kommt heran,
Was man da wohl so machen kann?
7) Und so
entstand mit viel Geschick 15) Und so beging man mit Elan
Ein stadtbekanntes Einzelstück. Im Jahre Fünfundachtzig
dann,
Ein Denkmal, welches jedem sagt, Das zehnjährige Jubiläum
Wer hier als Prinzenpaar getagt on diesem Karnevalsmuseum.
Das Alte
Zeughaus, es soll leben. Wir brauchten Räume, Flächen,
Wände.
Und wie das Schicksal manchmal spielt,
Ein Angebot man bald erhielt.
8) Das
Nachbargrundstück, kurz entschlossen, 16) Und um dem Ganzen Pfiff zu geben,
Wurd` angekauft, und unverdrossen, Und schnell dem Ziele
zuzustreben,
Ging man an`s Werk, und voller Schwung Beging man jetzt höchst
feierlich,
An die Zeughaus-Erweiterung. Den allerersten
Spatenstich.
9) Man grub
und buddelte und fand
17) Und was mit vieler Müh` geschehen,
Im Erdreich noch so allerhand, Das können heute wir hier
sehen,
Und kann es nun, geordnet, schön, Das Haus, es wächst, der
Keller steht,
In der Vitrine an sich seh`n. Darüber es schon
weitergeht.
Und darauf
woll`n wir einen heben,
18) Drum ein jedem hier gesagt,
Das Alte Zeughaus, es soll leben. Wer müßig ist und
gar nichts wagt,
Der kann`s im Leben zu nichts bringen
Und keinen Lorbeerkranz erringen.
10)
Drum woll`n wir uns`re Tat begießen, Das Alte Zeughaus, das
muss leben
Mit Dank verbunden weiterbauen
Und mutig in die Zukunft schauen.
Nach alter Sitte und Brauch dichtete unser Architekt hier auch:
Rückblick und Ausblick
1.
Wohl keiner hätte je gedacht 2. Es wurd` gewerkelt
und geschwitzt,
Und uns dabei noch
ausgelacht, Gar mancher hat uns unterstützt,
Ein schmales Hemd, total
verkommen Mit Putz, Beton und Ziegelsteinen
Wir haben`s von der Stadt
bekommen, Und manchmal auch mit Geld in Scheinen,
Als wir mit Fleiß und
Gottvertrauen Daß hier im Schatten der Abtei,
Am Zeughaus fingen an zu
bauen. Demnächst ein weit`res Kleinod sei.
3.Und
so entstand hier an dem Platz 4.Gar manches Fest wurd` hier
gefeiert,
Dem Karneval ein holder
Schatz. Das Pumpenfest wurd` angeleiert,
Er sollte Orden und
Broschüren Die Säule wurde aufgestellt,
Dem Publikum pur
offerieren. Um sichtbar für die ganze Welt,
Klein, schmal und eng, doch gut
belichtet, Die Prinzenpaare, eingraviert,
Das „Alte Zeughaus“ war
gerichtet. Die hier in Gladbach mal regiert.
5.
Doch kann man alles, was gewesen, 6.Erweiterung, das wär` ein
Segen,
In uns`rer Chronik auch
nachlesen. Da kam die Stadt uns sehr entgegen.
Und weil das Haus so klein und
schmal, Das Nachbarhaus, mit Fachwerk drin,
Wird Einsortieren eine
Qual, Kam uns ganz recht, es war Gewinn.
Von Karneval bezog`ne
Dingen, Doch hieß das für uns: Investieren,
Die uns die Leute laufend
bringen. Für Ausbau und für`s Renovieren.
7. Und wieder ging das Werkeln los 8. Doch lange Rede,
kurzer Sinn,
Die Schritte klein, das Ziel ganz
groß. Stabilisieren war Beginn.
Das Haus, es wurde
inspiziert, Gefragt war`n hier Aktivitäten,
Die Möglichkeiten
anvisiert, Um herzustellen neue Gräten,
Wie man das Werk wohl kann betreiben
? Das Haus zu festigen, zu halten,
Die Front, sie mußte stehenbleiben
! Um oben weiter zu gestalten.
9. Nach
Einbau der massiven Decke, 10. Da kam die tolle Sensation,
Blieb Weiterbauen auf der Strecke. Vom Bernd die
Parkuhr-Aktion.
Es fehlte Geld, um zu errichten, Zudem die
Spende von der Kasse,
Den Dachstuhl, und das Dach zu dichten. Vom Prinzenpaar die
Sammelmasse,
Wir dachten hin, wir dachten her, Und auch das
Biwak half dabei,
Was da wohl zu machen wär`. Zu fördern uns`re Bauerei.
11.Die
Innung haben wir gefragt, 12. Nun steht der Bau, hat
einen Hut,
Was sie zu unseren Plänen sagt. Und das gibt
uns erneut den Mut,
Mit Dachdeckern, da fing es an Das Haus von
innen zu gestalten,
Gefolgt von einem Zimmermann. Um es der
Nachwelt zu erhalten,
Und beide haben sich verpflichtet, Damit wir
selber und die Stadt,
Daß unser Haus wird abgedichtet. Ein Zeughaus
vorzuweisen hat.
13. Doch nun zum Schluß,
das sei gesagt, 14.Mit diesen Worten will ich enden,
Alle Vereine sind gefragt: Und nun
den Blick zum Himmel wenden.
Um dieses Kleinod hier vor Orten, Wer will, der
kann sein Ziel erreichen!
Als Mitglied, und nicht nur mit Worten, Der Richtkranz
sei ein gutes Zeichen!
Zu fördern und zu unterstützen, Drum woll`n
wir unser Glas erheben,
Und somit Anteil zu besitzen. Das „Alte
Zeughaus“, es soll leben!
E. Corcilius Juni 2002
1) Seid gegrüßt, verehrte Gäste 4) An Vieles haben wir
gedacht
Hier zum großen Pumpenfeste, Und für Euch parat gemacht:
Welches wir, die Zeughausleute Die Tür zum Zeughaus, die ist auf,
Just am Neunten, das ist heute, Desweit`ren gibt es Losverkauf
Für sie haben inszeniert Mit lauter guten
Sachgewinnen,
Von Heinz und Addy assistiert. Man darf sich nur nicht lang`
besinnen.
2)
Für Durstige ist das zu haben, 5) Doch jedes Fest hat
einen Grund,
Woran man sich so recht kann laben, Drum höret hier aus meinem
Mund:
Und wenn der Magen knurrt und pocht, Dank allen Spendern, die mit
Gaben
Die Suppe ist bereits gekocht, Und wieder mal geholfen
haben;
Und nicht zuletzt stell ich Euch vor: Und ganz besonders
danken wir
Den Pumpen-Musikanten-Chor. Der Brauerei von Diebels-Bier.
3)
Sie ist der holde Spender dessen,
Was hier in Zukunft ist zu lesen.
Die Hülle seht Ihr nun entschweben,
Das „Alte Zeughaus“, es soll leben. Dieses Gedicht zur
Enthüllung des
Ich wünsche Euch, verehrte Gäste Schriftzuges an der
Fassade, gestiftet
Noch recht viel Spaß beim Pumpenfeste. von der Brauerei Diebels auf
Betreiben
der Wirte der Eck-Kneipe Heinz und Addy