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1978
Das Jahr 1978 sollte das Jahr der Eröffnung des Alten Zeughauses werden. Alle
Aktivitäten hatten nur ein Ziel: den 1. Juli ! Obwohl im Haus fieberhaft
gearbeitet wurde, konnte als „Zwischenstation" am 28. April der „Rittersaal" im
2. O.G. eingeweiht werden. Typisch für die damaligen Arbeiten war, daß zu diesem
Anlaß die Mitglieder aufgefordert wurden, auf dem Weg nach oben je einen Eimer
Kies von der Straße zur Terrasse mitzunehmen.
Am 24. April trafen sich im Dorint Hotel zur Organisation und Durchführung der
Eröffnung des Zeughauses etliche Verantwortliche.
Sie wurden einig, daß begleitend zur
„Eröffnung des Alten Zeughauses" ein „Vitusmarkt" durchgeführt wird. Den
Hauptanteil der Finanzierung wollten Sponsoren tragen. Der Oberstadtdirektor
wurde um Unterstützung der Eröffnungsfeier gebeten; einige Wünsche konnten nicht
erfüllt werden, doch das Alte Zeughaus war zufrieden. Am 22. Juni wurden alle
Mitglieder und Helfer zu einer letzten Besprechung in das Alte Zeughaus gerufen
und die Aufgabenverteilung am Festtag bestimmt.
Der „Vitusmarkt" wurde am 30. Juni eröffnet und schloß am 2. Juli. Es war ein
historischer Jahrmarkt, organisiert von dem Kölner Harry Owens. Zu bestaunen
waren Buden und Karussells aus alten Zeiten, ein Springpferdkarussell von 1874
mit Orgelmusik, ein Lach-Spiegelkabinett, ein Weltmeister im Marktschreien und
der älteste deutsche Puppenspieler.
Der „Vitusmarkt" reichte vom Kapuziner- bis zum Geroplatz. Auf den zwei Bühnen
am Alten Markt und gleich unterhalb des Zeughauses wurde ein Non-stop-Programm
präsentiert.
Und inmitten des „Vitusmarkt", am 1. Juli 1978, fand die offizielle Eröffnung
des Alten Zeughauses statt.
Die Zeughausherren hatten sich in Biedermeieranzüge gekleidet, trafen an der
Stadtsparkasse die Honoratioren der Stadt und marschierten unter Geleit der
Prinzengarde Duisburg über den „Vitusmarkt". Dann gings den Abteiberg hinunter
zur feierlichen Schlüsselübergabe. Unter dem Donner von Böllerschüssen, die
Kanonen standen oberhalb an der Rathausmauer, übernahm der Oberbürgermeister den
Hausschlüssel von einem Seidenkissen und öffnete das Haus.
Im Haus gab es allerhand zu sehen, es waren viele interessante Leihgaben
ausgestellt; z.B. Inflationsgeld, Schützenfahnen, Schützensilber, Schöffensiegel
und Ehrenring der Stadt, Postkartensammlung und Familienwappen. Besonders
beachtet wurde das Zinnfigurenkabinett, eine Dauerleihgabe der Volkshochschule.
Die 2. Etage zeigte die Prinzenpaargalerie, die Tollitäten aus Alt -Gladbach
seit 1936.
Alle Gäste waren sehr beeindruckt über den Wiederaufbau dieses baufälligen,
schmalen Hauses und einig im Urteil „Das Haus ist gelungen".
Das Festheft zur Eröffnung des Hauses hat einiges aus der Historie und den
früheren Besitzverhältnissen festgehalten. Nach der erfolgreichen „Eröffnung des
Alten Zeughauses" trafen sich die Mitwirkenden am 14. Juli 1978 zu einem
„Prösterchen", um den Dank des Vorstandes entgegenzunehmen.
Seit August 1978 wird das Museum an jedem ersten Sonntag im Monat für Besucher
offiziell geöffnet.
Am 15. November fand ein Treffen der Gründungsmitglie statt. Dieses
Gründertreffen soll jährlich reihum bei den Männern der ersten Stunde wiederholt
werden.
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