E.V. Altes Zeughaus Mönchengladbach

 

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1975          Eine Mitgliederversammlung im Januar 1975 regelte dann die in der letzten Versammlung angesprochene Namensgebung.
Statt „Kleiner Rat – Altes Zeughaus – Mönchengladbach“ wurde nach eingehender Beratung der endgültige Name mit „E.V. Altes Zeughaus Mönchengladbach „ festgelegt und dem Vereinsregister übermittelt. Der Eintrag erfolgte am 11. März 1975.
Am 5. Mai 1975 erfolgte der Eintrag ins Grundbuch unter der Nummer UR.Nr. 1997/1975 M.
Der Landeskonservator in Bonn wurde gebeten, eine denkmalswerte Einstufung des Gebäudes vorzunehmen, um bei den Finanzbehörden die Gemeinnützigkeit und besondere Steuerbefreiung zu erreichen.
Die Bescheinigung aus Bonn kam schon am 14.2.1975 und bescheinigte, dass das Haus als bedeutendes Baudenkmal eingestuft ist.
Damit waren alle Vorbedingungen erfüllt und man konnte ans Werk gehen.

Die Realisierung
In einer Reihe von Mitgliederversammlungen wurden die notwendigen Schritte für die Instandsetzung der Ruine, sowie über die Wege der Geldbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit beraten.
Mittlerweile hatte der Vorstand den Oberbürgermeister, den Kreishandwerksmeister, sowie einen Architekten als Mitglieder gewonnen; wobei dem Letzteren die wichtigste Aufgabe der Bauplanung zufiel, die er ohne Honorar erledigte.
Die Arbeiten an der Hausruine begannen mit der Entschuttung. Ganz wichtig war, dass man einen Betonwerksinhaber zur Mitarbeit gewinnen konnte. Denn er besaß den notwendigen LKW mit Greifer, um den Schutt kostenlos abzufahren.
Der Architekt hatte inzwischen das Bauvorhaben vermessen und Zeichnungen angefertigt. Seine Feststellungen waren:
Bausubstanz  mangelhaft, Kosten des Aufbaus ca. 200.000,- DM.
Als Vorschlag für den Bauablauf stellte er folgende Reihenfolge auf:
1. =  Erdgeschoß,   2. =  erstes Obergeschoß,   3. =  zweites Obergeschoß, während grundsätzlich in zwei Abschnitten gearbeitet werden soll, zunächst das Vorderhaus und dann der Hofraum, der voll ausgebaut werden soll.
Mit Datum vom 29.4.1975 wurde das Baugesuch eingereicht. Die Grundstücksfläche von insgesamt 108 m² sollte komplett bebaut werden; d.h. das bestehende Gebäude mit einer Grundfläche von 41 qm sollte um 67 m² erweitert werden. Die gesamte zu nutzende Fläche (mit Obergeschossen) würde dann 178,28 m² betragen.
Übrigens wurde zu dieser Zeit der Zeughaus -Schlachtruf „Spieß op“ geboren.
Zum ersten Mal ging man an die Öffentlichkeit. Es fanden zwei Frühschoppen in der Ruine statt, wozu man für den Aufbau des Hauses wichtige Personen eingeladen hatte.
Mit Datum vom 24.September 1975 wurde die Baugenehmigung erteilt.
Die Grundsteinlegung wurde sehr eindrucksvoll zelebriert:
Am 11.Oktober 1975 legte der Oberbürgermeister unter Mithilfe des Architekten den Grundstein. Das Fanfarenkorps von  „Schöp  op“ blies dazu. Die „PR-Abteilung“ des Vereins hatte viele Bürger der Stadt eingeladen, die mit ihrem Erscheinen ihr Interesse für das Vorhaben „Altes Zeughaus“ zeigten. Nach der Grundsteinlegung war ein Empfang im „Sparpott“ der SSK am Alten Markt. Dort gab es ein kühles Bier und Schnittchen. Es lagen Spendenlisten aus, in die sich viele Bürger der Stadt eintrugen. Der Erfolgsbericht konnte in der nächsten Mitgliederversammlung am 10.11.1975 bekanntgeben werden.